BdZA News & Pressespiegel

Sonntag, 25. Oktober 2015

Im Oktober fand das Gipfeltreffen mit allen großen Verbänden zum Thema: Junge Zahnmedizin – Generation Y statt. Wir haben die beiden Vorsitzenden des BdZM, Kai Becker, und des BdZA, Jan-Philipp Schmidt, zum Inhalt und Anlass der Veranstaltung befragt.

Gipfeltreffen 10/2015 mit allen großen Verbänden zum Thema: Junge Zahnmedizin - Generation Y r

Junge Zahnmedizin - Generation Y: Gipfeltreffen 10/2015 mit allen großen Verbänden

Herr Becker und Herr Schmidt, wie kam es zu dem Treffen? Was haben die Teilnehmer sich davon erhofft?

Schmidt: Bereits zum Dental Summer diesen Jahres hatte der BdZA die Verbände zu einem Gipfeltreffen an den Timmendorf Strand eingeladen, hier konnten zeitlich aber nicht alle Akteure teilnehmen, sodass wir der KZBV und der Bundeszahnärztekammer vorgeschlagen hatten, zu einem gemeinsamen Termin nach Berlin einzuladen.

Becker: Wir haben uns erhofft, dass alle Teilnehmer zum einen erklären, was ihre aktuellen und zukünftigen Projekte sind, zum anderen offen ansprechen, wo es zur Zeit hapert, sowohl intern als auch in der Kooperation mit den anderen.

Wie lange sind die Verbände der jungen Zahnmediziner jeweils schon mit den politischen Schwergewichten wie der BZÄK oder KZBV im Gespräch?

Becker: Der BdZM kooperiert bereits seit Mai 2008 mit der Bundeszahnärztekammer, direkt nach unserer Wahl im Juni 2014 sind wir zur Auffrischung unserer Kooperation nach Berlin eingeladen worden und am 9. Dezember werde ich in Berlin erneut dem Vorstand der BZÄK berichten, was zur Zeit die Themen der Zahnmedizinstudenten sind. Eine Kooperation mit der KZBV bestand bisher nicht, wir stehen dem aber offen gegenüber.

Schmidt: Der BdZA kooperiert seit seiner Gründung mit der Bundesbahnärztekammer und mit der KZBV haben wir Anfang des Jahres 2014 eine eigene Kooperationsvereinbarung zur Förderung der Standespolitik und zur aktiven Gestaltung der zahnmedizinischen Zukunft geschlossen.

Was waren die konkreten Themen, die BdZM und BdZA eingebracht haben?

Schmidt: Immer mehr Kolleginnen und Kollegen arbeiten als angestellte Zahnmediziner – eine Niederlassung in eigener Praxis erfolgt heute natürlich deutlich später als in der Zeit vor dem Vertragsarztrechtsänderungsgesetz. Wenn wir die Freiberuflichkeit langfristig sichern wollen, dann müssen wir als Verbände Hand-in-Hand arbeiten.

Becker: Vielen von meinen Mitstudenten fällt es schwer, in Zeiten vielfältigerer Möglichkeiten nach dem Studium – Schwerpunkt, Spezialist, Master oder Facharzt; selbstständig oder angestellt – zu entscheiden, welcher Weg der Richtige ist. Zusammen mit dem BdZA veranstalten wir deshalb die Uni Roadshow, um zumindest die Vorteile der Freiberuflichkeit klar zu präsentieren. Zusammen mit den Kammern möchten wir die Berufskunde im Studium so gestalten, dass wir Unsicherheiten abbauen und Entscheidungen erleichtern.

Konnten die Ziele erreicht werden?

Becker: BZÄK und KZBV haben sich sehr über meine Erklärungen gefreut und ich bin sicher, dass wir an genau diesem Thema bei den Fortführungsveranstaltungen arbeiten werden.

Schmidt: Insbesondere im Hinblick auf die Einbindung bzw. die Zusammenarbeit mit dem Freien Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) sind wir ein riesiges Stück weiter gekommen und freuen uns, dass wir nun wirklich einen großen runden Tisch beisammen haben.

Welche nächsten Schritte sollen folgen?

Schmidt: Konkret geht es darum die Aktionen und Bemühungen für den zahnmedizinischen Nachwuchs abzustimmen und in eine gemeinsame Richtung zu entwicklen. Zu lange gab es zu viele parallele Veranstaltungen und Aktionen. An den Universitäten möchten wir gemeinsam die ZahniCampus Roadshow 2016/2017 neu auflegen und uns bei den angestellten Kolleginnen und Kollegen für eine gerechte Bezahlung einsetzen. Die Gehaltsumfrage von Dentista zeigt deutlich, dass hier noch viel Arbeit vor uns liegt.

Becker: Aus diesem Grund soll die Zusammenarbeit verstetigt werden, möglicherweise sogar durch zusätzliche Arbeitsgruppen, die aus unseren Gipfeltreffen heraus entstehen

Für wie hoch halten Sie die Akzeptanz und das Interesse der politischen Akteure am Austausch mit den Vertretern und den Themen der jungen Zahnmedizin?

Schmidt: Das Interesse und Engagement aller politischen Verbände und Akteure am Nachwuchs ist heute höher denn je – sicherlich auch dadurch, dass BdZM und BdZA sich viel Respekt und Anerkennung durch tolle Aktionen, Kongresse und Bemühungen erarbeitet haben. Man kann den „Nachwuchs“ heute zum einen nicht mehr ignorieren, zum anderen wird es nur gemeinsam gelingen eine freiberufliche und attraktive Zahnmedizin zu erhalten, wenn alle „an einem Strang“ ziehen. Unsere „Feinde“, wenn man sie denn so nennen möchte, sind ja nicht etablierte Kolleginnen und Kollegen oder andere Verbände innerhalb der Zahnmedizin. Der Druck wird von Seiten der Politik und Wirtschaft aufgebaut – hier sind wir gut beraten, wenn wir uns den Herausforderungen gemeinsam stellen.

Becker: In dem Punkt kann ich Jan-Philipp nur zustimmen, das Interesse an uns ist so gewachen, dass wir kaum noch hinterher kommen, an all den Terminen teilzunehmen, zu denen wir eingeladen werden. Das finde ich klasse und freue mich, im Dezember vor versammelten Landeskammervorständen reden zu dürfen.

Welche nächsten Highlights für junge Zahnmediziner stehen an?

Becker: Für uns steht die nächste Bufata im Januar in Hamburg, die sicherlich spannend wird in Hinblick auf die aufs Abstellgleis gefahrene Approbationsordnung und eine mögliche Modellstudiengangsklausel. Als Hamburger und damit Ausrichter freue ich mich schon jetzt auf die Diskussionen.

Schmidt: Die aktuelle ZahniCampus Uni-Tour geht motiviert in die letzten Termine und wir müssen jetzt schon mit der Planung des neuen Besuchsblocks starten, der im Oktober 2016 starten wird. Beim Dental Summer in Timmendorf findet Anfang Juli 2016 nun auch erstmals der „Starterkongress“ statt, der alles Notwendige zum Übergang vom Studium ins Berufsleben liefert.


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